Date:   Juni 20, 2016
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Der Geruchssinn ist einer der am wenigsten erforschten Sinne. Wir beginnen gerade erst zu verstehen, wie es die Nase fertigbringt, verlässlich die riesige Vielzahl von Düften zu erkennen mit denen wir tagtäglich konfrontiert sind. Im Alltag liefert unser chemischer Sinns wertvolle Informationen z.B. über die Qualität unseres Mittagessens, oder macht uns einfach nur Freude wie bei einem Spaziergang über eine frisch erblühte Wiese. Nicht von ungefähr lassen wir es uns auch einiges kosten gut zu riechen – Duftstoffe und Parfüms verleihen inzwischen nicht nur Hygieneprodukten eine individuelle Note, sondern werden auch in Bekleidungsketten und Hotels als unverkennbare “Marke” eingesetzt. Unsere oft unterschätzte Nase übertrifft auch maschinelle Geruchssensoren bei weitem. Dabei ist die elektronische Erkennung von Düften eine Schatzkiste von unglaublichem Potential, z.B. im Agrikulturbereich, zur Diagnose von Krankheiten, oder in der Robotik. In seiner Forschung verbindet er die neuesten Erkenntnisse über die Duftverarbeitung im Gehirn mit elektronischen Lösungen, um damit bessere elektronische Duftdetektoren zu ermöglichen.
Michael Schmuker

Inspiriert von den Duftverarbeitung im Gehirn erforscht der Biberacher Michael Schmuker an der University of Sussex im englischen Brighton, wie man elektronische Nasen verbessern kann, damit sie in Zukunft vielleicht so selbstverständlich unseren Alltag bereichern wie es heute Kameras und Mikrofone tun.